Kontemplative, buddhistische Psychologie

Kontemplative, buddhistische Psychologie

5184 3456 Annette Dorstijn

„Wir können Schritt für Schritt unsere Vorstellungen von dem Menschen fallen lassen, der wir sein sollten oder der wir sein zu müssen glauben, und auch von dem, von dem wir glauben, dass die anderen glauben, wir sollten oder wollten dieser Mensch sein.“

– Pema Chödrön

In der kontemplativen, buddhistischen Psychologie lernen und üben wir uns in Achtsamkeit, Mitgefühl und Selbstfürsorge. Die Erkenntnisse aus der buddhistischen Psychologie gründen auf einem jahrtausendealten Wissen über das Funktionieren des menschlichen Geistes sowohl in klaren, als auch in verwirrten Zuständen.

Ein Fokus in der kontemplativen Psychologie ist auf die uns innewohnende Gesundheit gerichtet. Diese „grundlegende, innere geistige Gesundheit“ ist aus buddhistischer Sicht von Natur aus in jedem Menschen vorhanden. In ihrer Betrachtung liegen die Ursachen des Leidens und auch der Schlüssel zur Überwindung des Leidens in unserem Geist. Buddhistische Psychologie richtet ihr Augenmerk im therapeutischen Prozess und im Miteinander nicht primär auf das „Symptom – die Störung“, sondern vielmehr auf die Entfaltung und Stärkung der gesunden Lebensenergien und Ressourcen. Sie unterstützt mit entsprechenden Übungen den Zugang zu unserer inneren Weisheit, Offenheit und Klarheit.

Die Inhalte des Karuna Trainings basieren auf dem Master Studiengang

Contemplative Psychotherapy“ welcher am Naropa Institut in Bolder gelehrt wird.

Karuna kommt aus dem Sanskrit (alt-indische Sprache) und ist ein zentraler Begriff der buddhistischen Geistesschulung und Ethik. Seine Bedeutung ist Mitgefühl – nicht Mitleid. Mitleid fühlt Bedauern für „jenen armen Menschen“, so, als wäre er etwas von uns Verschiedenes. Mitleid trennt uns „künstlich“ voneinander, während Mitgefühl auf Augenhöhe Empfindungen wie Schmerz, Leid oder andere Zustände des anderen fühlenden Wesens auch in sich selbst spürt und in mitfühlender Weise darauf reagiert.

Während der vier jährigen Ausbildung zur Achtsamkeitstrainerin wurden die unten genannten Inhalte im Rahmen des Karuna Trainings gelehrt und sehr praxisorientiert vermittelt.

Ich bin dankbar, den Reichtum dieser Erfahrungen in mein Leben und so auch in meine Arbeit mit anderen Menschen wirksam einfließen zu lassen. Alle unter Punkt 1-6 genannten Inhalte und Methoden vermittle ich mit Freude in Einzelarbeit und in Kursen und Seminaren. Mein Wunsch ist es, dass viele Menschen davon profitieren können und, dass das Wissen große Verbreitung findet, wie wir mit uns selbst und anderen so arbeiten können, dass dabei die uns innewohnende grundlegende Gutheit und Gesundheit zu Tage tritt und gestärkt wird.  

Inhalte des Karuna Trainings:

  1. Achtsamkeit – Übung, im gegenwärtigen Moment zu verweilen, ohne ständig etwas verändern oder regeln zu müssen.
  2. Meditation – die grundlegende Übung, um Achtsamkeit zu schulen, den Geist zu erforschen und die Zuversicht in die natürlichen Eigenschaften des Geistes – Intelligenz, Klarheit, Wärme/Empathie, Kraft, Mut – zu stärken
  3. Körper-Sprache-Geist-Gruppen – Achtsamkeitsbasierte Supervisionspraxis, die dazu dient, Beziehungen (insbesondere eingefahrene, meist Therapeut/in – Klient/in) in einem neuen Licht betrachten zu können.
  4. Prozessgruppen – Arbeit in fortlaufenden Gruppen auf Grundlage achtsamen, wahrhaftigen Sprechens und Zuhörens im gegenwärtigen Moment
  5. Vier-Schritte-Praxis – Sie dient dazu, Emotionen zu erforschen, anzuerkennen und ihre zugrundeliegende Energie wahrzunehmen, zu durchleben und loszulassen.
  6. Mitfühlender Austausch – achtsame und mitfühlende Begegnung auf Augenhöhe, die gegenseitige Heilung ermöglicht
  7.  „Tonglen“ – Meditationspraxis, die innewohnendes Mitgefühl fließen lässt.  Die Tonglen-Praxis dient insbesondere dazu, unser Herz für die Weisheit einer mitfühlenden Kommunikation zu öffnen. „Tonglen“ ist tibetisch und kann mit „aufnehmen und aussenden“ übersetzt werden.
  8. „Maitri“ Raumgewahrsein ermöglicht es, die innewohnende Weisheit und Gesundheit aller Emotionen und Energien aufzudecken und ihr zu vertrauen. „Maitri“ ist ein Begriff aus dem Sanskrit und heißt so viel wie „bedingungslose, liebevolle Zuwendung“. Exklusiv bei Karuna Training!

Bei näherem Interesse zu einzelnen Übungsmethoden aus der buddhistischen Psychologie sprechen Sie mich gerne an. 

Weitere Informationen zur Fortbildung im „Karuna Training“ finden Sie unter: 

http://www.karunatraining.de/karuna-training/